"Verstummte Stimmen"

Präsentation der digitalen Forschungs- und Gedenkplattform
Wie lässt sich durch den Nationalsozialismus verfolgter und ermordeter Künstler*innen und anderer Bühnenangehöriger gedenken? Wie können die Biografien dieser Menschen wieder neu sichtbar gemacht werden? Die neue digitale Plattform "Verstummte Stimmen" geht diesen Fragen nach und stellt einige Lebenslinien vor. Auch Stuttgarter Biografien spielen dabei eine große Rolle.

Zwischen 2006 und 2012 war die Ausstellung "Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der Juden aus der Oper 1933 - 1945" in sechs deutschen Städten zu sehen, wo sie die Prozesse von Ausgrenzung und Verfolung jüdischer und politisch missliebiger Künstler*innen und Angehöriger des technischen und Verwaltungspersonals nachzeichnete.

Zwanzig Jahre nach dem Auftakt des Projekts werden ab dem 20. Juli 2026 alle Ergebnisse der Recherchen seit 2006 auf einer zentralen digitalen Plattform erstmals dauerhaft zugänglich gemacht. Neben der Trägerin, der Stadt Bayreuth, sind u.a. die Staatstheater Stuttgart Kooperationpartner dieses Projekts: So haben heutige Mitglieder der Staatstheater Stuttgart die Biografien der Verfolgten eingesprochen – Musiker*innen, Sänger*innen, aber auch Mitarbeitende aus vielen anderen Gewerken. Auch die Geschichte unseres Hauses im Nationalsozialismus wird eigens aufgearbeitet.

Theaterfest am Eckensee

Mit einem Theaterfest aller Sparten am 20. September wollen wir gemeinsam mit Ihnen in die neue Spielzeit starten.

Ab 11 Uhr erleben Sie im Opern- und Schauspielhaus und auf dem Vorplatz ein buntes Programm rund um die neue Saison. Erfahren Sie mehr über den Spielplan, genießen Sie Kostproben aus Oper, Ballett und Schauspiel und schauen Sie mit uns hinter die Kulissen des Theaterbetriebs. Natürlich bieten wir auch unseren jüngsten Gästen ein abwechslungsreiches Programm zum Erleben und Mitmachen.

Kommen Sie vorbei — wir freuen uns auf Ihren Besuch!

FAUST für Stuttgart?

Ballett und Schauspiel nominiert
Für den diesjährigen Theaterpreis DER FAUST sind zwei Darsteller*innen der Staatstheater Stuttgart nominiert.

In der Kategorie Tanz wird der Solist des Stuttgarter Balletts Martino Semenzato als Franz Kafka in Oh Dear bedacht.
Das Schauspiel Stuttgart freut sich über die Nominierung von Schauspielerin Paulina Alpen für Ihre Darstellung des Thomas Melle in Die Welt im Rücken.

Die Preisträger*innen werden bei einer großen Gala am 14. November 2026 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden ausgezeichnet.
Foto: Roman Novitzky
Foto: Ingrid Hertfelder

Über 47.000 Unterschriften gegen Kürzungen in der Stuttgarter Kulturlandschaft übergeben

Fotos: Björn Klein

Mehr als 47.000 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift gegen die geplanten Kürzungen im Stuttgarter Kulturbereich ausgesprochen. Am heutigen Donnerstag, 18. Dezember wurden die Unterschriften im Rathaus Stuttgart an den Ersten Bürgermeister Dr. Fabian Mayer übergeben.

Insgesamt beteiligten sich 36.513 Unterstützer*innen online an der Petition, zusätzlich kamen über analoge Unterschriftenlisten 10.737 weitere Stimmen zusammen. Initiiert wurde die Petition von einem breiten kulturellen Stuttgarter Bündnis, darunter die Solidargemeinschaft Stuttgarter Theater mit dem Theater Rampe und dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES), die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart, soziokulturuelle Zentren und zahlreiche weitere Institutionen und Akteur*innen sowie die Staatstheater Stuttgart.

Die Übergabe fand um 8:45 Uhr im Rathaus Stuttgart statt. Stellvertretend für die zahlreichen unterzeichnenden Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen übergaben Grete Pagan (JES) und Bastian Sistig (Theater Rampe) die Unterschriften und richteten einen kurzen Appell an die Verantwortlichen:

„Dass so viele Menschen in kürzester Zeit unseren Appell unterzeichnet haben, zeigt deutlich: Die Stuttgarter*innen stehen füreinander ein. Kultur, Bildung und Soziales ist den Menschen in dieser Stadt wichtig. Sie wollen nicht in einer Stadt leben, in der Sparpolitik zu Lasten derer gemacht wird, die sich dafür einsetzen, dass unsere Stadt lebenswert und attraktiv bleibt, nicht zuletzt auch für den vielbeschworenen Tourismus. […] Auch und gerade in einem Sparhaushalt gilt es politische Entscheidungen zu treffen und die Stadt zu gestalten. Wir sehen es besonders kritisch Strukturen zu gefährden, während an anderen Stellen Geld durchaus vorhanden zu sein scheint […]. Wer sich solche Extras gönnt und gleichzeitig an Kultur, Bildung und Sozialem spart, setzt den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufs Spiel.“

Im Zusammenhang mit der öffentlichen dritten Lesung des Doppelhaushalts 2026/27 findet am Freitag, 19. Dezember, von 7:45 bis 8:30 Uhr eine Kundgebung vor dem Rathaus statt. Kulturschaffende, Beschäftigte und Unterstützer*innen rufen dazu auf, ein sichtbares, buntes und musikalisches Zeichen für den Erhalt der Stuttgarter Kultur zu setzen.

Marc-Oliver Hendriks verlängert Vertrag als Geschäftsführender Intendant

16. Juli 2025: Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater hat der Verlängerung des Vertrags von Marc-Oliver Hendriks als Geschäftsführender Intendant zugestimmt. Er bleibt jetzt bis mindestens 2032 in Stuttgart.

Baden-Württembergs Kunstministerin und Verwaltungsratsvorsitzende Petra Olschowski sagte: "Marc-Oliver Hendriks verantwortet nun schon fast 16 Jahre souverän die administrativen und wirtschaftlichen Belange des größten Drei-Sparten-Hauses in Europa. Ich freue mich, dass er weiterhin Verantwortung übernimmt. Mit der Modernisierung und Sanierung der Württembergischen Staatstheater stehen außergewöhnliche Aufgaben an, die wir weiterhin in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit bestmöglich zu einem guten Ergebnis bringen werden."

Die Staatstheater im SWR

Wie sieht es hinter den Kulissen unseres Haues aus und welche Rädchen müssen ineinandergreifen, damit das größte Dreispartenhaus der Welt Ihnen unverwechselbare Theatererlebnisse bescheren kann? Das können Sie ab 10. Oktober 2024 in der ARD Mediathek erfahren!

In der fünfteiligen Dokumentation Toi Toi Toi! führen Sie vier junge Ensemblemitglieder aller Sparten hinter unsere Kulissen. Der SWR hat sie zwei Jahre lang begleitet und persönliche Bilder von emotionalen Höhen und Tiefen, von handwerklicher Perfektion und logistischer Meisterleistung eingefangen.

Erfahren Sie mehr über unsere rund 1.400 Mitarbeiter*innen, die täglich gemeinsam und begeistert daran mitwirken, große Kunst auf die Bühne zu stellen!

Vertragsverlängerung mit unserem Gesundheitspartner

Die AOK Stuttgart-Böblingen und die Staatstheater Stuttgart verlängerten am 23. Januar 2024 ihre seit 2021 bestehende Kooperation. Als Gesundheitspartner unterstützt die AOK Stuttgart-Böblingen das Sozialreferat bei Interventionen des Gesundheitsmanagements für Beschäftigte des Hauses. Die Expertise unseres Sozialreferats ergänzt die AOK Stuttgart-Böblingen mit der Angebotsplanung und Vermittlung von hochqualifiziertem Fachpersonal in den wesentlichen Handlungsfeldern der Prävention.

“Nachhaltiges Handeln ist für die Staatstheater Stuttgart gelebte Verantwortung. Soziale Nachhaltigkeit steht dabei für uns im Zentrum. Theater ist eine der komplexesten Formen menschlichen Zusammenwirkens. Die Gesundheit unserer Beschäftigten steht dabei an erster Stelle“ sagt Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart.

„Unser langjährig bestehendes und renommiertes BGM kann mit Hilfe fachlicher Expertise und Netzwerkarbeit der AOK Stuttgart-Böblingen erweitert werden. Qualitativ hochwertige Präventionsangebote ergänzen unsere nachhaltige Arbeit des Gesundheitsmanagements. Wir freuen uns über die weitere bereichernde Zusammenarbeit mit der AOK Stuttgart-Böblingen!“ sagen Martina Lutz, Leiterin Sozialreferat und Maximilian Hock, Projektleiter der Kooperation.

„Wir freuen uns sehr, dass wir im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagement die Mitarbeitenden der Staatstheater Stuttgarts weiterhin zielführend zu unterstützen. Mit unseren individuellen und nachhaltigen Gesundheitsangeboten stehen die Mitarbeitenden im Fokus. Gemeinsam haben wir tolle Erfolge verzeichnet und freuen uns auf weitere Jahre wertschätzender Zusammenarbeit“, sagen die Geschäftsführer Sven Busch und Jürgen Weber der AOK Stuttgart-Böblingen.
Staatstheater-Intendant Marc-Oliver Hendriks (m.) bei der Vertragsunterzeichnung mit dem Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen Sven Busch (r.) und dessen Stellverteter Jürgen Weber (l.).